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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 1.346 € |
1.319 € |
+26,60 € |
+2,02 % |
27.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0007030009 |
703000 |
- € |
- € |
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Rheinmetall halten 12.12.2008
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Gordon Schönell, Analyst vom Bankhaus Lampe, bewertet die Aktie von Rheinmetall (ISIN DE0007030009 / WKN 703000) weiterhin mit dem Rating "halten".
In einem Gespräch mit der Gesellschaft hätten die Analysten vor allem die Entwicklung im Segment Automotive, aber auch im Segment Defence ausführlicher diskutiert. Für den Investor seien vor allem die folgenden Punkte wichtig:
Eine Visibilität für das Automobilgeschäft sei kaum vorhanden, da diese auch den Kunden fehle. Prognosen von CSM AutoBase würden für Rheinmetalls Hauptmärkte Europa und Amerika in 2009 einen Rückgang der PKW-Produktion von 11,0% bzw. 14% voraussagen. Allerdings erreiche Rheinmetall nach eigenen Angaben bei einem Rückgang der Umsätze im Segment Automotive um 12% noch den Breakeven (vor größeren Kostensenkungsmaßnahmen).
Neben der Trennung von Leiharbeitern, Verlängerung der Werksferien auf bis zu vier Wochen und einer deutlichen Reduzierung der Investitionen arbeite Rheinmetall Automotive an einer Senkung der Fixkosten um 50 Mio. EUR. Nähere Details zu den Maßnahmen gebe es noch nicht.
Das Management schließe nicht aus, dass einzelne Geschäftsfelder mit zu niedrigen Margen aufgegeben und Produktionsstandorte hinterfragt würden (nach Erachten der Analysten möglicherweise Standorte in den USA, die entsprechend für diesen Markt produzieren würden). Verkäufe würden die Analysten angesichts der derzeit dabei zu erzielenden Preise vorerst nicht erwarten.
Das Segment Defence zeige keine Schwächen. Hier sei in den nächsten Jahren mit soliden Wachstumsraten bei einer zumindest stabilen Marge zu rechnen. Treiber würden in 2009 im Segment Defence die erstmalige volljährige Konsolidierung von Denel sowie organisches Wachstum sein. Ab 2009 würden der Schützenpanzer Puma sowie das Transportfahrzeug Boxer zu weiterem Umsatzwachstum beitragen.
Die Analysten würden in 2009 im Segment Automotive mit einem Rückgang der Umsätze um ca. 12% sowie nunmehr lediglich mit einem ausgeglichenen EBIT rechnen. Für 2010 sehe man hier von dem niedrigen Niveau aus wieder ein moderates Wachstum bei einem leicht positiven EBIT. Das Segment Defence werde angesichts der Schwäche des Automobilgeschäfts mehr denn je der Treiber für eine positive Entwicklung von Rheinmetall sein. Dieses Geschäft sehe man als konjunkturunabhängig an und rechne in 2009 mit einem Umsatz, der sich um 2 Mrd. EUR bewegen sollte. Die Margen sollten hier zumindest stabil bleiben.
Die Bewertungsmultiples würden eine im historischen Vergleich deutliche Unterbewertung der Aktie zeigen. Die Aktie notiere ihren Schätzungen zufolge beispielsweise deutlich unter ihrem Buchwert. Verluste, die das Eigenkapital aufzehren könnten, seien nicht zu erwarten.
Trotz der guten Entwicklung im Segment Defence werde der Kapitalmarkt nach Erachten der Analysten allerdings weiterhin verschärft auf die Entwicklung im Automotive-Segment blicken. Auch wenn die Erwartungen hier auf niedrigem Niveau liegen sollten, gehe man davon aus, dass die Fragezeichen hinter der Entwicklung der Automobilindustrie einer Outperformance des Titels weiterhin im Wege stünden.
Aus diesem Grund raten die Analysten vom Bankhaus Lampe die Rheinmetall-Aktie zu halten. Das Kursziel werde von EUR 24 auf EUR 20 gesenkt. (Analyse vom 12.12.2008) (12.12.2008/ac/a/d)
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